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Kinder als Todesopfer an der Berliner Mauer

Fünf West-Berliner Jungen ertranken in der Spree, die dort ganz zu Ost-Berlin gehörte; zwei Ost-Berliner Jungen wurden an der Mauer erschossen.

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A tall glass panel in a grey metal frame by the river: text in German, English, French and Russian on the left and a column of names, small portraits, dates and places on the right, with water and buildings visible through the glass.
Glass memorial panel on the May-Ayim-Ufer in Berlin-Kreuzberg listing people who died at the Wall, among them the children Andreas Senk, Cengaver Katrancı, Siegfried Kroboth, Giuseppe Savoca and Çetin Mert, 2012 Photo: OTFW, Berlin, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Neun der 140 Menschen, die an der Berliner Mauer starben, waren Kinder. Fünf West-Berliner Jungen im Alter von fünf bis acht Jahren gerieten zwischen 1966 und 1975 in Kreuzberg in die Spree und konnten nicht gerettet werden; der Fluss gehörte dort in ganzer Breite zu Ost-Berlin. 1966 wurden zwei Jungen aus Ost-Berlin erschossen, zehn und dreizehn Jahre alt; 1962 traf einen 13-Jährigen ein Schuss aus der Maschinenpistole eines Grenzpolizisten, und 1973 starb ein 15 Monate altes Kind während der Flucht seiner Eltern.

Dieser Artikel stützt sich auf die Biografien, die das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und die Stiftung Berliner Mauer erarbeitet haben. Die Gesamtzahlen erläutert unser Artikel Wie viele Menschen starben an der Berliner Mauer?

Die fünf Jungen vom Gröbenufer

Das Forschungsprojekt zählt fünf Kinder zu den West-Berlinern, die an der Grenze tödlich verunglückten: Andreas Senk, Cengaver Katrancı, Siegfried Kroboth, Giuseppe Savoca und Çetin Mert. Laut der Studie spielten alle fünf am Gröbenufer in Kreuzberg, als sie in den Grenzfluss gerieten; keines der Kinder wurde gerettet.

Die Biografie von Andreas Senk hält fest, dass bei jedem dieser Unglücke die Grenze mitbestimmte, ob ein Kind gerettet werden konnte und wie es geborgen wurde: An diesem Abschnitt gehörte die Spree in ganzer Breite zu Ost-Berlin.

Andreas Senk, 13. September 1966

Renate Senk, 25 Jahre alt, hatte nur diesen einen Sohn: den sechsjährigen Andreas. Am Vormittag des 13. September 1966 war er mit einem gleichaltrigen Spielgefährten am Gröbenufer, als er in die Spree geriet. Mehrere Stunden vergingen, ohne dass jemand versuchte, ihn zu retten oder zu bergen. Seine Biografie fügt hinzu, dass sich nicht mehr klären lässt, ob die Grenzposten den Sturz überhaupt bemerkten, und dass die späte Alarmierung der Feuerwehr keine politischen Gründe hatte. Nach dem Bericht eines DDR-Grenzboots suchten West-Berliner Feuerwehrleute die Spree vom Ufer aus mit langen Stangen ab, und um 14.30 Uhr wurde ein Kind aus dem Wasser geborgen. Man brachte ihn ins Bethanien-Krankenhaus, doch er lebte nicht mehr. Eine Aussicht, ihn lebend aus dem Wasser zu holen, gab es seiner Biografie zufolge höchstens in den ersten acht Minuten nach dem Sturz – und an diesem Ufer war sie aus politischen Gründen besonders klein.

Cengaver Katrancı, 30. Oktober 1972

Cengaver Katrancı war acht Jahre alt; er wohnte mit seiner Mutter, die aus der Türkei stammte, und drei Geschwistern in Kreuzberg. Kurz nach 13 Uhr am 30. Oktober 1972 fütterte er mit einem Freund am Gröbenufer Schwäne, als er das Gleichgewicht verlor und ins Wasser stürzte. Ein Angler, dem der Freund zu erklären versucht hatte, was geschehen war, lief zur Unglücksstelle und zog sich schon aus. Dann hielt er inne: Der Fluss war hier in voller Breite Ost-Berliner Gebiet, und mit einem Rettungsversuch hätte er riskiert, dass die Grenzposten auf ihn schossen. Er blieb am Ufer. Zwei Taucher der West-Berliner Feuerwehr standen auf der Kaimauer bereit, erhielten aber bis zuletzt keine Erlaubnis, ins Wasser zu gehen. Schließlich barg ein Taucher von einem Ost-Berliner Rettungsboot aus den Jungen. Am Abend durfte seine Mutter nach Ost-Berlin einreisen, um ihn zu identifizieren; auf ihren Wunsch sollte er in Ankara bestattet werden.

Siegfried Kroboth, 14. Mai 1973

Siegfried Kroboth war am 23. April 1968 geboren und wuchs als West-Berliner Kind in Kreuzberg auf, bei seinen Eltern und mit einem Bruder, der damals 13 war. Am 14. Mai 1973 spielte der Fünfjährige mit einem Freund am Ufer nahe der Brommybrücke, rutschte aus und fiel ins Wasser. Ein zwölfjähriges Mädchen lief 200 Meter weit zu einem Feuermelder und schlug Alarm. Siegfried hielt sich noch eine Weile über Wasser. Seine Biografie hält es für möglich, dass er noch hätte gerettet werden können. Doch die Polizisten durften nicht eingreifen, weil die Spree hier zu Ost-Berlin gehörte, und die Taucher der Feuerwehr standen einsatzbereit am Ufer, bekamen aber keine Erlaubnis, ins Wasser zu gehen. Erst gegen 15.50 Uhr, rund vier Stunden später, holten Taucher der DDR ihn aus dem Wasser. Zwei Tage nach dem Unglück, früh am Morgen, nahmen die Eltern an der Oberbaumbrücke den Leichnam ihres Sohnes von DDR-Grenzposten entgegen.

Giuseppe Savoca, 15. Juni 1974

Giuseppe Savoca, am 22. April 1968 geboren, war das Kind italienischer Einwanderer und wuchs mit zwei jüngeren Schwestern in Kreuzberg auf. Am Samstag, dem 15. Juni 1974, spielte der Sechsjährige mit einem Freund am Gröbenufer; sie wollten, wie der türkische Freund später sagte, „nur die Fische ankieken“. Als Giuseppe mit einem Stock im Wasser angelte, beugte er sich zu weit vor und fiel hinein. Ein Streifenboot der DDR-Grenztruppen hielt nur kurz und fuhr weiter; erst auf ausdrücklichen Befehl kehrte der Bootsführer zurück. Auch diesmal durften die West-Berliner Rettungskräfte nicht helfen. Erst rund eine Stunde nach dem Sturz wurde er aus dem Wasser geholt und nach Ost-Berlin gebracht. Seine Eltern mussten ihn am Abend in Ost-Berlin identifizieren; am 19. Juni 1974 wurde sein Leichnam nach West-Berlin überführt.

Çetin Mert, 11. Mai 1975

Çetin Mert wurde am 11. Mai 1970 geboren und lebte mit seinen türkischen Eltern und zwei Brüdern in Kreuzberg. Am 11. Mai 1975 wurde er fünf. Es war ein sonniger Sonntag, und die Eltern wollten mit den Kindern hinausfahren und picknicken. Vorher spielte er mit Nachbarskindern am Gröbenufer Ball. Als der Ball in die Spree rollte, versuchte er, ihn mit einem Stock herauszuholen, und fiel dabei selbst ins Wasser. Am Grenzübergang Oberbaumbrücke versuchte ein Brandmeister ohne Erfolg, die Erlaubnis für einen Rettungseinsatz zu bekommen, und in den streng bewachten Fluss traute sich von West-Berliner Seite niemand. Ein Boot der DDR-Grenzsicherung kam erst gegen 13.10 Uhr; eine Stunde danach holten Taucher der Grenztruppen den Jungen aus dem Wasser, keine fünf Meter vom Westufer entfernt. Aus Stasi-Unterlagen geht hervor, dass zwei Aufklärer der Grenztruppen den Sturz beobachtet hatten, aber ohne Nachrichtenverbindung erst viel später Meldung erstatteten.

Rund 2.000 Angehörige der türkischen Gemeinde in West-Berlin protestierten gegen das Vorgehen der DDR-Grenzposten, und die Trauerfeier in West-Berlin wurde zu einer Massendemonstration. Çetin Mert wurde in Düzce beigesetzt, dem türkischen Heimatort seiner Eltern. Seiner Biografie zufolge erinnert die Familie dort seitdem alljährlich an seinem Todestag mit einer religiösen Feier an ihn.

Warum die Kinder nicht gerettet werden konnten

Bei den vier Unglücken von 1972 bis 1975 standen West-Berliner Polizisten und Feuerwehrleute am Ufer, durften aber ohne Erlaubnis nicht in das Ost-Berliner Gewässer; 1972 und 1975 bemühten sie sich an der Oberbaumbrücke vergeblich um eine solche Erlaubnis. Auch die Besatzungen auf DDR-Seite waren an Vorschriften gebunden: Die Ost-Berliner Wasserschutzpolizei brauchte eine Sondergenehmigung der Grenzwache, um sich dem Westufer zu nähern. Der Führer des Streifenboots von 1974 gab später unter anderem an, er habe die Sperrlinie auf dem Fluss nur auf ausdrücklichen Befehl des Regimentskommandeurs überqueren dürfen. Mit der Westseite durften die Grenzsoldaten überhaupt keinen Kontakt aufnehmen.

Hinzu kam die Angst um die eigene Sicherheit. Der Angler am Gröbenufer sprang 1972 nicht ins Wasser, weil er riskierte, erschossen zu werden. Giuseppe Savocas Mutter gab später gegenüber der West-Berliner Presse wieder, was ihr eine Frau berichtet hatte: Ein Mann habe ihren Sohn retten wollen und sei von DDR-Grenzern mit Waffen bedroht worden.

Das Abkommen von 1975 und die Rettungssäulen

Schon Cengaver Katrancıs Tod bewog den West-Berliner Senat, eine Vereinbarung mit der DDR über Hilfe bei Unfällen in den Grenzgewässern anzukündigen. Siegfried Kroboths Tod im Mai 1973 belastete die innerdeutschen Beziehungen zusätzlich. Acht Tage danach trafen sich Beauftragte des Senats und der DDR-Regierung zu einem ersten Vorgespräch, am 6. Juni 1973 begannen offizielle Gespräche. Die Verhandlungen traten jedoch auf der Stelle: Der Vertragsentwurf der DDR sollte der Sektorengrenze den Status einer Staatsgrenze verschaffen – wegen des Viermächte-Status der Stadt war das für den Senat und die Alliierten unannehmbar.

Nach dem Tod von Çetin Mert reagierte der Senat zunächst am Gröbenufer selbst: Die vier Zugänge zur Böschung wurden verschweißt, vor der Kaimauer entstand ein Maschendrahtzaun, und große Schilder warnten auf Deutsch und Türkisch. Im Stillen bekamen die DDR-Grenztruppen den Befehl, unterhalb der Oberbaumbrücke vor dem Gröbenufer ab 8 Uhr bis zum Sonnenuntergang ein Boot zu postieren, um bei Unfällen sofort helfen zu können.

Die Vereinbarung kam am 29. Oktober 1975 zustande: Senat und DDR-Regierung unterschrieben ein Abkommen, das Rettungseinsätze bei Unglücken in den Berliner Grenzgewässern regelte. Danach konnten Menschen, die von West-Berlin aus in den Grenzgewässern in Not gerieten, auch von West-Berliner Seite aus gerettet werden. Vorher musste der Notfall den Grenzposten über Rettungssäulen am Ufer angezeigt werden. Im Frühjahr 1976 standen die Säulen: verteilt über gut sechs Kilometer Wassergrenze auf West-Berliner Seite, jede mit einem Rundumlicht, das auch die Posten auf den Grenzwachtürmen sehen konnten.

Jörg Hartmann und Lothar Schleusener, 14. März 1966

Jörg Hartmann war zehn Jahre alt, sein Freund Lothar Schleusener dreizehn. Beide stammten aus Ost-Berlin und waren in Friedrichshain groß geworden; sie kannten sich, seit sie klein waren. Jörg und seine zwei jüngeren Geschwister wurden von ihrer Großmutter großgezogen. Seine frühere Klassenlehrerin erinnerte sich an ein stilles, schüchternes Kind, das sich sehr freute, wenn es gelobt wurde. Mitschüler berichteten, Jörg habe zu seinem Vater nach West-Berlin gewollt, den er nie kennengelernt hatte. Lothars Schwester beschreibt ihren Bruder als Jungen, der Tiere sehr mochte und unbedingt groß und stark werden wollte. Kurz bevor er verschwand, so erinnert sie sich, habe Lothar ihr gesagt, er wolle zusammen mit einem Freund Verwandte in West-Berlin besuchen.

Am Abend des 14. März 1966 gelangten die beiden Jungen in Treptow nahe der Kleingartenkolonie „Sorgenfrei“ ins Grenzgebiet; die Studie von 2017 spricht von einem gemeinsamen Fluchtversuch. Grenzposten eröffneten das Feuer. Jörg starb an Ort und Stelle, Lothar noch in derselben Nacht im Volkspolizei-Krankenhaus in Berlin-Mitte.

Die DDR verschleierte, was geschehen war. Zwei Wochen später erfuhr Jörgs Großmutter von der Ost-Berliner Generalstaatsanwaltschaft, er sei ertrunken. Lothars Mutter teilte man mit, ihr Sohn habe in Espenhain bei Leipzig einen tödlichen Stromunfall gehabt; eine gefälschte Sterbeurkunde sollte das bestätigen. Aufgeklärt wurde das Geschehen erst in den 1990er Jahren. Einer der beiden Schützen, ein früherer Grenzsoldat, wurde im November 1997 vom Landgericht Berlin des Totschlags schuldig gesprochen; er erhielt 20 Monate auf Bewährung. Der andere war zu diesem Zeitpunkt bereits gestorben. Jörgs frühere Lehrerin setzte sich für ein Denkmal ein; das Mahnmal an der Kiefholzstraße, eingeweiht am 9. November 1999, nennt beide Jungen.

Wolfgang Glöde, 11. Juni 1962

Wolfgang Glöde, 13 Jahre alt, wuchs in der Kolonie „Sorgenfrei“ in Treptow auf, wo seine Familie schon seit 1930 lebte. Am Pfingstmontag, dem 11. Juni 1962, wollten er und zwei Nachbarskinder von zwei Grenzpolizisten auf Streife wissen, wie deren Maschinenpistolen funktionierten. Die Männer führten ihnen die Waffen vor; dabei löste sich ein Schuss, und Wolfgang wurde tödlich getroffen. Er hatte nicht fliehen wollen. Im Westen hielt man ihn zunächst für einen erschossenen Flüchtling. Nachdem westliche Ermittler im Jahr darauf festgestellt hatten, dass er bei einem Unfall mit einer Schusswaffe gestorben war, strich man seinen Namen aus amtlichen Listen der Maueropfer. In der Studie von 2017 gehört er zu den 140 Todesopfern, und zwar zu den acht Menschen aus der DDR, die im Grenzgebiet durch Schüsse starben, ohne fliehen zu wollen. Beigesetzt wurde er still, nur im Familienkreis, auf dem Friedhof Baumschulenweg.

Holger H., 22. Januar 1973

Das jüngste der 140 Todesopfer war Holger H., 15 Monate alt. Seine Eltern, eine 20-jährige Lehrerin und ihr 23-jähriger Mann, wollten nicht, dass er in der Enge aufwuchs, die sie selbst als Kinder erlebt hatten. In einer Nacht im Januar 1973 stiegen sie auf einem Parkplatz an der Transitautobahn auf die Ladefläche des Lastwagens eines Bekannten aus West-Berlin und verbargen sich dort in Kisten. Nach Aussage des Fahrers dauerte die Kontrolle am Grenzübergang Drewitz länger als üblich. Holger hatte eine Mittelohrentzündung und eine Bronchitis. Als er zu weinen begann, versuchte die Mutter vergeblich, ihn zu beruhigen, und hielt ihm in ihrer Angst den Mund zu; dass er, wahrscheinlich wegen des Infekts, nicht durch die Nase atmen konnte, war ihr nicht bewusst. Unentdeckt kam die Familie über die Grenze. Als die Kisten am westlichen Kontrollpunkt Dreilinden geöffnet wurden, atmete Holger nicht mehr; alle Versuche, ihn wiederzubeleben, scheiterten.

Jugendliche unter den Mauertoten

Auch Jugendliche starben an der Mauer. Zu den jungen Menschen, die bei Fluchtversuchen ums Leben kamen, gehören Peter Fechter (18), am 17. August 1962 erschossen; Axel Hannemann (17), am 5. Juni 1962 erschossen; Otfried Reck (17), am 27. November 1962 erschossen; Wolf-Olaf Muszynski (16), der im Februar 1963 in der Spree ertrank, nach allem, was bekannt ist, bei einem Fluchtversuch; Hans-Joachim Wolf (17), am 26. November 1964 erschossen; Karl-Heinz Kube (17), am 16. Dezember 1966 erschossen; und Marienetta Jirkowsky (18), am 22. November 1980 erschossen. Ihre Geschichten erzählen ihre Profile; siehe auch unseren Artikel über die ersten Todesopfer der Berliner Mauer.

Fragen und Antworten

Wie viele Kinder ertranken an der Berliner Mauer?
Fünf West-Berliner Jungen im Alter von fünf bis acht Jahren ertranken zwischen 1966 und 1975 in Kreuzberg in der Spree: Andreas Senk, Cengaver Katrancı, Siegfried Kroboth, Giuseppe Savoca und Çetin Mert.
Warum konnten die Kinder am Gröbenufer nicht gerettet werden?
An diesem Abschnitt gehörte die Spree in ganzer Breite zu Ost-Berlin. Bei den Unglücken von 1972 bis 1975 durften West-Berliner Polizisten, Feuerwehrleute und Taucher nicht ins Wasser, und ein Angler, der helfen wollte, sprang nicht hinterher, weil er riskierte, erschossen zu werden.
Was änderte sich nach dem Tod der Kinder in der Spree?
Am 29. Oktober 1975 schlossen der West-Berliner Senat und die DDR-Regierung ein Abkommen, das die Rettung bei Unglücken in den Berliner Grenzgewässern regelte. Seit dem Frühjahr 1976 standen entlang von gut sechs Kilometern Wassergrenze auf West-Berliner Seite Rettungssäulen.
Wer war das jüngste Todesopfer der Berliner Mauer?
Das jüngste der 140 Todesopfer war Holger H., ein 15 Monate alter Junge, der im Januar 1973 während der Flucht seiner Eltern in einem Versteck starb. Siegfried Kroboth und Çetin Mert waren fünf Jahre alt.
Wurden an der Berliner Mauer Kinder erschossen?
Ja. Jörg Hartmann (10) und Lothar Schleusener (13) starben am 14. März 1966 in Treptow durch Schüsse von Grenzposten. Den Familien nannte man falsche Todesursachen.

Quellen

  1. Hertle/Nooke, Die Todesopfer an der Berliner Mauer 1961–1989. Bilanz eines Forschungsprojekts (Stand August 2017)
  2. Chronik der Mauer: Andreas Senk
  3. Chronik der Mauer: Cengaver Katrancı
  4. Chronik der Mauer: Siegfried Kroboth
  5. Chronik der Mauer: Giuseppe Savoca
  6. Chronik der Mauer: Çetin Mert
  7. Chronik der Mauer: Jörg Hartmann
  8. Chronik der Mauer: Lothar Schleusener
  9. Chronik der Mauer: Wolfgang Glöde
  10. Chronik der Mauer: Holger H.
  11. Museen Treptow-Köpenick: Denkmal für die Opfer der Berliner Mauer in Treptow

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Zitiervorschlag

„Kinder als Todesopfer an der Berliner Mauer“, Todesopfer an der Berliner Mauer, Berlin Experiences. https://victimsofthewall.com/de/artikel/kinder-als-todesopfer-an-der-berliner-mauer/

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